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Das Internet ist ein Medium mit ständig wachsender Bedeutung. Ursprünglich geplant zur Verbreitung wissenschaftlicher Publikationen und gefördert aus militärischen Überlegungen, macht es sich im öffentlichen Leben mittlerweile immer breiter, verdrängt Briefe, Gelbe Seiten und macht selbst Tageszeitungen das Leben zunehmend schwer.

Im selben Maß, wie Akzeptanz und Verbreitung Generationen-übergreifend steigen, wird das Internet auch für Werbezwecke in eigener Sache relevanter, ob nun für einen Verband, einen Chor, ein Konzert oder sich selbst. Wer sich an die Öffentlichkeit wenden möchte, sollte heutzutage – zumindest begleitend – auch das „Web“ nutzen und dabei auch den Focus auf die eigentliche Intention lenken: Interesse wecken.

Gewandelt haben sich auch die Präsentationsformen. Die reinen Textwüsten aus der Steinzeit des Internets trifft man kaum noch an, die Inhalte werden multimedialer:  Am Anfang waren die Buchstaben, dann kamen Grafiken, Fotos, Ton dazu und seit es kaum noch Mobiltelefone ohne Filmkamera gibt, werden auch Videos in absehbarer Zeit zur Standardgarnitur einer Webseite gehören. Die Verpackung der Werbebotschaft wird damit nicht nur vielfältiger, sondern auch wichtiger, weil sich die Ansprüche oder die Erwartungen der Beworbenen ebenfalls mitentwickeln und steigern.

Von weiten Teilen der Chorszene werden diese Mittel eher anachronistisch gehandhabt. Eine Webseite wird selten auf ihre eigentliche Ziele hin ausgerichtet, häufig gibt man sich den Anschein, als müsse vielmehr einer möglichst sachlich formulierten Nachrichtenpflicht nachgekommen werden. Außer Acht gerät dann natürlich auch vollends die o.e. Verpackung, die manchmal schon beinahe abschreckende Wirkungen befürchten lässt. Die Gründe für diese ungeschickte Selbstdarstellung liegen auf der Hand, in der Regel leidet bspw. ein Chor nicht an einem Überangebot an Werbetextern und Medienfachleuten, es fehlt an Kompetenz und mangelt nicht an Unsicherheit. Hinzu gesellt sich die Gewissheit, dass der Aufwand ohnehin ungerechtfertigt, weil nutzlos wäre. Was auch stimmt, wenn weder ein Zweck definiert, noch verfolgt wird, wenn man also schon im Ansatz keinen Versuch unternimmt, Werbung zu machen und ein Zielpublikum auszuerküren und anzusprechen.

Es muss nicht gleich so aufwändig und fortgeschritten sein, wie das unten stehende Video-Beispiel, als erster Schritt reicht vielleicht, sich selbst zu motivieren, andere zu motivieren. Oder überspitzt formuliert: wenn manche Chöre für diese begleitende Werbemaßnahme nur die Hälfte der Zeit investieren würden, die man der Diskussion über die Konzertgarderobe widmet, wäre der erste Stein schon geworfen.

Eine etwas weniger aufwändig gestaltete Version ohne Video-Aufnahmen und nur mit animierten Landschaftsbildern illustriert findet man hier: Youtube-Link